Quiddje


Holy Shit Shopping Hamburg
6. Dezember 2009, 17:09
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Holy Shit Shopping

Es war mal wieder soweit: Die bundesdeutsche NIDO-ehemals-NEON-Leserschaft hat sich zum Holy. Shit. Shopping. Hamburg eingefunden, um Kreativität und Hippness zu zelebrieren. So voll wie es dieser Nachmittage auf dem Gelände des Alten Gaswerks in Bahrenfeld war, so leer muss zwangsläufig eigentlich die Schanze gewesen sein.

Was ist Holy. Shit. Shopping?

HOLY.SHIT.SHOPPING – Die Weihnachts.Shopping.Lounge ist ein Kunst- und Designmarkt und präsentiert seit 6 Jahren ca. 150 handverlesene junge Designer, Kreative und Künstler, sowie eine wilde Mischung an Mode-, Schmuck- und Produktdesign, Kunst, Fotografie, Graphik, Comics und Literatur in besonderer Architektur.

So die Veranstalter.

Zum Teil stimmt es auch. Es ist wirklich ganz nett. Aber irgendwie nur, wenn man wirklich neu in Hamburg oder Berlin ist. Wer öfter mal in der Schanze oder auf Pauli unterwegs ist und dort die Auslagen der Schaufenster kennt, den wird das Holy Shit Shopping auch nicht mehr vom Hocker reißen.

Was kann man da kaufen?

Schnickschnack. Kleinkunst. Foto-Art. Selbstgenähtes. Dawanda-Kram. Kapuzenpullis. Komische Alternativmodedesignkleidung. Buttons. Quartette. Bestickte Kissen. Bunte Taschen. Wickelröcke. Streichholzschachteln mit guten Gedanken. Garderobenhaken.

Teilweise auch Hochwertiges (Lampen von komat, Porzellan, Magnetwände aus Holz), wirklich Praktisches (Fahrradtaschen) und Überraschendes (Mein absoluter Favorit: Die Nippeltasse „Anna“ von Penison für Produkte am neuen Pferdemarkt.)

Lohnt es sich?

Es lohnt sich definitiv für Menschen, denen es an Kreativität und handwerklichem Geschickt mangelt, die weder fotografieren können, noch mit Photoshop umgehen, die ihren Spieltrieb verloren haben, die gerade kleine Kinder haben und mit ihresgleichen süße, lustige, nette Babyaccessoires bewundern möchten, die nicht selbst nähen können, deren IKEA-Wohnung noch so ein paar erheiternde, individuelle Momente fehlen, die bereit sind, für Selbstgebasteltes Geld auszugeben, die keine eigene Buttonmaschine haben und noch nicht wissen, was man bei Budni alles selbst aus den eigenen Fotos gestalten kann.

Trifft auf mich fast alles nicht zu.

Wie war’s?

3 Euro Eintritt kostet der Spaß. Die Location ist wirklich wie dafür geschaffen und viel angenehmer, als das ehemalige Karstadtgebäude in der Neuen Großen Bergstraße, wo das Holy Shit Shopping die letzten Jahre immer statt gefunden hat.

Die Schlange am Eintritt ist – vielleicht auch wegen des Locationwechsels – noch länger geworden. Fast hätte ich die Lust verloren, zumal das Klientel eindeutig meiner Vorverurteilung „Nervig“ zugeordnet wurde. Ich bin dann aber erst mal gegenüber in den Tako-Modemarkt und als ich zurückkam, war’s dann zum Glück etwas leerer.

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Holy Shit Shopping Hamburg



Weihnachtsmarkt Ottensen
4. Dezember 2009, 16:23
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Weihnachtsmarkt Ottensen

23.11. bis 23.12.2009

Öffnungszeiten: Mo – Sa 10 bis 21 Uhr , So 12 bis 21 Uhr

Der Weihnachtsmarkt Ottensen beginnt gleich hinter dem Bahnhof Altona Richtung Ottensen. Kaum zu verfehlen, wenn man nicht in die falsche Richtung, also die Neue Große Bergstraße rennt.

Grün und rot dominieren, mit der Deko wurde sich Mühe gegeben: Strohballen, Lattenzäune, Grillduft und ein Kinderkarussell. Mein Fazit: Der bisher niedlichste und angenehmste, den ich besucht habe. Auch was das Publikum anbelangt.

Die Stände

Das Verhältnis von Fresschenständen zu Verkaufsständen ist wesentlich besser, als anderswo. Noch dazu: Die Qualität der Verkaufsstände ist auch noch höher. Natürlich gibt es auch hier unnützen Kleinkram (Merke: Alles ist unnütz, was nicht verzehrt oder benutzt werden kann, sondern nur aussieht), aber die Dinge sind liebevoll drapiert. Wollmützen, Steine, Kerzen, Schokoladen, Nougat und Marzipan, warme Haussschuhe, Buddhas, Holzfigürchen, Salzsteinlampen, Schmuck, Handschuhe, Tee…

Essen

Sehr auffällig ist, dass gleich am Anfang ein superduper Fallaffel und andere arabische Spezialitätenstand zu finden ist. Gegenüber ein appetitanregender Grillstand. Desweiteren gibt’s Asia, Waffeln, Crepes, Maroni, Pommes, Schafskäse, Apfeltaschen und und und. Gutes Sortiment.

Der Glühwein kostet um 2,20 € – probiert habe ich nicht. Am Ende des Marktes gibt’s noch einen Stand mit „Schussauswahl“. :-)

–> Wo findet man den Weihnachtsmarkt Ottensen

–> Übersicht aller Hamburger Weihnachtsmärkte



Weihnachtsmarkt Mönckebergstraße
29. November 2009, 17:21
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Weihnachtsmarkt Mönckebergstraße

23.11. bis 30.12.2009, geschlossen am 24. und 25.12.
Uhrzeit: 11 bis 21 Uhr

Etwas weiter drin im Weihnachtsherzen Hamburgs, findet sich dann der kleine Weihnachtsmarkt rund um die Petrikirche in der Mönckebergstraße. Hier ist es schon wesentlich weihnachtlicher, als am Jungfernstieg, aber da wäre auch noch mehr drin. Zwar prägt eher Holz und rotgrün das Bild, aber dafür ist hier auch der Eingang zur „Hüttengaudi“. Es gibt ein Kinder-Karussell und sogar eine Krippe – die allerdings deplatziert wirkt und auch nicht wirklich eine Attraktion ist.

Die Stände:

Die Stände direkt an der Mö gehen so, da gibt es das kunsthandwerkliche Allerlei von Fellen und Pelzen über Kerzen und Salzsteinlampen. Der Raum um die Kirche herum wird allerdings stark dominiert von Fresschenständen. Mir persönlich kam das gelegen, als ich dort war, weil ich Hunger hatte und der Kartoffelpfannenkuchen mit Apfelmus (Aha, in Hamburg wird der sogar nachgezuckert, das gibt es bei uns nicht so!) war sehr lecker. Allerdings ist das natürlich gähnend langweilig, wenn wirklich 3 von 4 Ständen nur Futter anbieten.

–> Wo findet man den Weihnachtsmarkt Mönckebergstraße
–> Übersicht aller Hamburger Weihnachtsmärkte

 



Weihnachtsmarkt Jungfernstieg
29. November 2009, 16:59
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Weihnachtsmarkt Jungfernstieg

3.11. bis 31.12.2009 (24. + 25.12. geschlossen)
Öffnungszeiten: 11 bis 21 Uhr

Auf meinem Weg in die Innenstadt, ist der Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg der erste, den ich kreuze. Und das ist kein besonders tolles Erlebnis. Der Weihnachtsmarkt macht seinem Namen nämlich keine Ehre, überzeugt durch komische, weiße Messe-Pavillons und ungemütliche Atmosphäre. Ich mag ihn wirklich nicht besonders. Der Jungfernstieg hat ohnehin schon etwas nicht-heimeliges und logischerweise verhält es sich mit dem Weihnachtsmarkt dort dann ähnlich.

Die Stände:

Essind vielleicht 30 Stände, direkt am Alsterpavillon. Neben obligatorischer Glühweinstände, obligatorischer Fresschenstände und obligatorischer „Kunsthandwerk“stände, gibt es nicht viel Außergewöhnliches. Ein Stand verkaufte ehemaligen Beck’s-Flaschen, die zu Bongs umfunktioniert worden waren. Die sahen ganz cool aus, aber aus dem Alter is man halt auch raus, das taugt nicht als Weihnachtsgeschenk.

Essen:

Ich habe mir dort eine Tüte Schmalzgebäck geholt, welches lecker war, aber viel zu viel. Den Glühwein dort habe ich noch nicht probiert.

–> Video Weihnachtsmarkt Jungfernstieg
–> Wo findet man den Weihnachtsmarkt Jungfernstieg?
–> Übersichtsseite aller Weihnachtsmärkte in Hamburg

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Alstertanne
23. November 2009, 09:31
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Alstertanne auf der Binnenalster

Es ist ein Hamburger Weihnachtsbrauch, mitten auf der Binnenalster eine Tanne aufzustellen. Dass auf einem See ein Baum wächst, ist in etwas so seltsam, wie dass aus einem See eine Kirchturmspitze ragt (siehe Reschensee). Insofern gefällt mir das schon mal. Die Kosten allerdings für die sogenannte Alstertanne, sind immens. Das Abendblatt berichtete demzufolge vor einiger Zeit auch darüber, dass es – KriseKrise! – Schwierigkeiten gäbe, einen Sponsor zu finden, der die 34.000 Euro übernehmen würde.

Betitelt war das mit „Die Alstertanne in Gefahr!“ Makabre Ironie – bedeutet für die Tanne, die in einem Familiengarten in Eidelstedt (oder so) 18 Jahre aufgewachsen ist „Alstertanne gerettet!“ (wie es das Abendblatt am 07.11. dann verkündete), doch genau das Gegenteil.

Weihnachtsbaum?

Ich war schon immer hin und her gerissen: Einerseits LIEBE ich den Weihnachtsbaum. Das schlagen gehen, das schmücken, die Tatsache, einen BAUM im Wohnzimmer stehen zu haben. Ich liebe es, wie er einem Raum im Haus eine ganz neue Bedeutung geben kann. Ich finde es schön, morgens aufzustehen und eine Tanne zu sehen, die ich mit wohltuenden Kindheitserinnerungen und vielen schönen Momenten in Verbindung bringe (Katzen pinkeln die ja ganz gerne an, z.B….)

ABER: Es tut mir jedesmal leid, wenn ich drüber nachdenke. Ich bin niemand, der mit Pflanzen spricht, aber ich bin jemand, der lieber Topfblumen, als Schnittblumen mag und lieber Plastikrosen schießt, als echte kauft. Mir blutet das Herz, wenn mein rabiater Bruder jeden Frühling wieder irgendeinem alten Gewächs in unserem Garten den Garaus macht, weil es irgendwem, irgendwie die Sicht versperrt hat.

Da dem Tod der Weihnachtsbäumen aber eine Sinnhaftigkeit inne wohnt, die ich sehr zu schätzen weiß, werde ich auch dieses Jahr nicht auf eine echte Tanne verzichten wollen. Und finde, dass – trotz 34.000 Euro – eine Alstertanne eine gute Sache ist. Symbolwert und so.

Für die Alstertanne macht sich die Stiftung Binnenalster stark. Wer zu Weihnachten eine eigene kleine Tanne möchte, der kann diese auch selbst schlagen gehen, oder kauf am besten eine Öko-Tanne, dann tut es nicht ganz so weh.
Die Verkaufsstellen und Förstereien in Hamburg hier im Überblick.