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Anmelden in Hamburg
Mein erster offiziell und amtlich beglaubigter Schritt in der neuen Heimat: Der Gang zum Einwohnermeldeamt. Habe ich lange genug vor mir hergeschoben, dabei war es im Endeffekt wesentlich harmloser als erwartet. Das zuständige Amt, Adresse und Öffnungzeiten und was man alles mitbringen muss, lässt sich mit dem Behördenfinder der Stadt ziemlich leicht herausfinden. (Dabei habe ich auch rausgefunden, dass ich jetzt in einem „mondänen Stadtteil im Herzen der Metropole“ lebe…)
Der Besuch des Bezirksamts Eimsbüttel lohnt sich aber allemal. Schließlich ist das Amt in den berühmten, denkmalgeschützten Grindelhochhäusern untergebracht und Paternoster war ich bis dato auch noch nicht gefahren.
Aber zurück zum Anmelden: Personalausweis, 6 Euro, einen Stift und ein wenig Geduld mitbringen. Das Anmeldeformular gibt es im Vorzimmer des 1. Stocks und es bleibt genug Zeit, es auch dort es auszufüllen. Die MitarbeiterInnen hab ich als äußerst freundlich empfunden, ist man mal im Büro geht das Ganze auch zack zack. Keine Schimpfe, weil ich ungefähr 2 Monate zu spät dran war (eigentlich ist man VERPFLICHTET, sich innerhalb der ersten Woche nach Umzug anzumelden), keine Diskriminierung wegen meines Dialekts und sogar beim Rausfinden meiner neuen Postleitzahl wurde mir freundlichst geholfen. Außerdem hat mir die nette Dame noch erklärt, wie das mit der alten und der neuen Lohnsteuerkarte funktioniert. Die muss man nämlich nicht extra ummelden, sondern die Gehälter des laufenden Jahres werden noch in der alten Gemeinde abgerechnet. Ab nächstem Jahr dann eine Lohnsteuerkarte aus Hamburg.
Jetzt hab ich also meinen Aufkleber auf dem Perso. Zum ersten mal. Und darf in Baden-Württemberg nicht mehr wählen… Naja, meine Stimme wird hier ohnehin sinnvoller sein, nehme ich an
Und jetzt bin ich natürlich gespannt, wann die GEZ an der Tür klingelt.
Adresse: Grindelberg 66, 20144 Hamburg
Telefon: (0 40) 42801 – 0
Fax: (0 40) 42801 – 3499
Mail: Kundenzentrum@eimsbuettel.hamburg.de
Web: www.hamburg.de/eimsbuettel/
Karte: Bezirksamt Eimsbüttel
Öffnungszeiten
Mo. 8.00 – 15.00 Uhr
Di. 7.00 – 14.00 Uhr
Mi. 8.00 – 14.00 Uhr
Do. 12.00 – 18.00 Uhr
Fr. geschlossen
Besonderheiten:
Grindelhochäuser:

Paternoster:
Liste aller Paternosteraufzüge Deutschlands
Das Paternosterfahren jedenfalls war sehr amüsant. Ich kam mir etwas vor, wie in einem Adventskalender – für jeden Stock ging ein neues Amtskalendertürchen auf. Und irgendwie hatte tatsächlich jedes Amt bzw. jede Abteilung ihren eigenen Style. Mal eher hell und freundlich, mal eher klinisch steril.
So beim 10. Stock fährt man dann an einem Schild vorbei, auf dem steht, dass die Weiterfahrt ungefährlich sei. Ist aber trotzdem kurz unheimlich, rumpelt, rattert und … man steht nicht Kopf. Einfach nur nach links geschoben und wieder abwärts. Irgendwie desillusionierend. Unten natürlich dasselbe. Die düsteren Wendekreise wurden von zahlreichen Besuchern als Werbefläche verwendet. Neben Graffiti ist mir besonders ein „Porn No“ Aufkleber von der EMMA aufgefallen. Frage mich, ob der seine Zielgruppe dort erreicht?!
Auch nicht besonders toll: Behinderten Menschen ist das Mitfahren (aus guten Gründen natürlich) nicht gestattet. Das Anti-Behindertenschild am Aufzug finde ich trotzdem ziemlich daneben. Und apropos Schild: Was bloß ist mit dieser krabbelnden Person gemeint?

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Das „Selbst-Kommentieren“ sollte nicht zur Gewohnheit werden. Aber irgendwie machen auch Selbstgespräche Spaß…
Kommentar von Qu 17. Januar 2009 @ 20:04Jedenfalls: Mehr @night-Bilder