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Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, meinem ersten St. Pauli Spiel im Millerntor-Stadion und meinem ersten Fußballspiel im Stadion überhaupt beizuwohnen. Das letzte Fußballspiel, das ich live gesehen habe, das war 1989 und mein Bruder spielte damals beim TSG. Ich durfte damals nicht; jetzt, 20 Jahre später dazu auf der Vereinsseite:
Fussballjugend
Bis zu den D-Junioren (Jahrgang 1996/1997) können auch Mädchen am Training und Spielbetrieb teilnehmen.
Immerhin.
„Glaube – Hoffnung – Tore“
Unter diesem Motto präsentiert sich Mädchenfußball 20 Jahre später im Hamburger Web. Das wirkt um einiges progressiver, als bei mir zu Hause und gefällt mir. Die Mädels nennen sich im Spiel gerne mal die „EtV-Engel„, ‘rocken’ nach eigenen Angaben Hamburg und machen gerade beim „Girlkicker Web-Award“ mit, bei dem die beste Mädels-Fussi-WebPage prämiert wird. Ich hätte gerne mitgemacht, war aber zu blöd. Entweder man muss sich da anmelden, oder… keine Ahnung, hab es nicht gerafft.
Gut möglich, dass sie es auch mal noch ins Millerntor-Stadion schaffen. Bis dahin wird mir nichts anderes übrig bleiben, als mir langweilige, durchschnittliche, männliche FC St.Pauli Spiele anzukucken. Darum mein Besuch im legendären Millerntor-Stadion, wo letzte Woche ein Test-Spiel der Bundesliga stattfand. Gegen Wolfsburg. „Ein Testspiel“ – hab ich mir erklären lassen – findet zwischen einer Mannschaft der 1. und einer Mannschaft der 2. Bundesliga statt und dient zwei Zwecken: BL1-Mannschaft übt sich und BL2-Mannschaft holt sich „Prominenz“ ins Stadion und lockt damit Gäste an. Die Karten zum Spiel kosten zwischen 11 und 178 Euro. Ich habe einen Business Platz geschenkt bekommen (Kartencenter FC St. Pauli).

Die Sitzplatzverteilung sieht dann so aus:

Ähm, ja, genau…. Es ist nicht so einfach, den richtigen Eingang zu finden. Zum Glück darf man zu Fußballspielen aber zu spät kommen. Auch das hab ich mir noch vorher erklären lassen. In der Nordkurve hat man den Bunker im Rücken. Zur Gegentribünde kommt man vom Heiligengeistfeld aus und die Südtribüne erreicht man über die Haupteingangsseite (neben dem St. Pauli Schwimmbad).
So sah es früher mal aus: (google-maps):

Eine ausführliche Beschreibung Millerntorstadion spare ich mir an dieser Stelle.
Das Spiel selbst hat mich, um ehrlich zu sein, nicht sehr interessiert. Mehr das Feeling und das Buffet. Das erste Tor habe ich dann auch verpasst, weil ich mehr mit meinem Kartoffelsalat beschäftigt war und das zweite Tor… naja… ich war anwesend, aber anscheinend nicht geistig. In der Pause zwischen den Halbzeiten habe ich Prominenz kennengelernt: Einen ehemaligen St. Pauli Spieler, der mich auf ein Freibier einlud
Apropos Freibier – ein schlimmer Job, den ich nicht haben wollen würde ist Bierrumträger im Fußballstadion:

Und aporpos Bier rumtragen: Die Toiletten sind total stylish:

Und apropos stylish: Die Zuschauer auf der Business-Tribüne sind ziemlich gähn…

Die offizielle Berichterstattung des Spiels FC St. Pauli gegen VfL Wolfsburg
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