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Ein nachträgliches Valentinstagspost –
Käufliche Liebe (Teil I)

An Christian
Nein, ich war’s nicht. Und zugegeben, ich bin auch am Valentinstag so wenig romantisch, dass ich zuerst an „Stalkerin“ dachte und dann erst an *seufz* als ich Sabrinas Werk, einen Hauseingang auf Pauli mit Liebeserklärungszettelchen zuzupflastern, entdeckt habe. Aber gut, das ist sicher eine nette Idee – vorausgesetzt, dass Christian genauso empfindet und Sabrina eben keine Stalkerin ist.

Für Dich esse ich Zwiebeln.
Für Dich esse ich Zwiebeln. Für Dich werde ich geduldig. Für Dich habe ich keine Angst im Dunkeln oder vor Blut. Oder vor Spritzen. Für Dich werde ich nicht mehr herrisch sein. Für Dich bin ich kein Schaumschläger mehr, sondern mache endlich was aus meinem Leben. Für Dich höre ich endlich damit auf, immer alles haben zu wollen. Denn wenn Du da bist, habe ich das wertvollste, das ich bekommen kann.
Liebe hat viele Gesichter. Blabla. Und auch „Zwiebelessen“ kann zum romantischen Manifest werden, wenn Zeit, Ort und Protagonisten stimmen. (Mehr zur Bedeutung lebensrettenden Zwiebelgenuss’)
Mein Valentinstag jedenfalls war ebenfalls großartig. Habe ein tolles Geschenk bekommen, mit dem ich nicht gerechnet hatte und hatte außerdem die Gelegenheit, ein Stückchen sehr intimes Hamburg näher kennen zu lernen. Wodurch ich mich bemüßigt fühle, mir über die Liebe auf Pauli ein paar weiterführende Gedanken zu machen. Vorallem über die käufliche. Schließlich habe ich letzte Woche erst einer sehr interessanten, teils auch aufschlussreichen Lesung über Sexarbeit beigewohnt (die am kommenden Mittwoch auf Pauli nochmal statt finden wird!) und dann ist just am Tag zuvor auch noch Domenica gestorben. Genug Input also, für einen Versuch, der Liebe Prostitution auf Pauli ein wenig auf den Grund zu gehen. Dazu später mehr, sobald ich die Gedanken sortiert habe und meine Recherche beendet ist.
Bis dahin, hier nochmal ein wenig Liebesplakatiererei:

Im Hauseingang

An der Wand

Draußen vor dem Tor
4 Kommentare bis jetzt
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st.pauli, der stadtteil der liebe. wie schön zu sehen, dass es hier in den strassen nicht nur um die „Ware“ Liebe geht, sondern auch um die wahre Liebe. Christian muss echt glücklich sein.
Kommentar von Heinrich Loose 18. Februar 2009 @ 16:13Alos ehrlich! Liebe in der Öffentlichkeit ist peinlich! Nicht mehr und nicht weniger!
Kommentar von Anonymous 22. Februar 2009 @ 13:03Klar darf man seinem liebsten zeigen das und wie sehr man ihn/sie liebt aber muss Mann/Frau unschuldige unbeteiligte damit beglücken? Ich gebe offen zu ich schreibe peinlich romantischen Postkarten und SmS die ließt (von´neugierigen Postboten oder Mitbewohnern abgesehen) nur der Liebste und das ist auch gut so. In die gleich Kategorie gehören Reden des Bräutigams an der Hochzeit in denen beteuert wird wie sehr er die Braut liebt und warum das so ist – kann er ihr das nicht unter vier Augen sagen? Wenn ich romantischen Liebeserklärungen will lese ich einen Liebesroman oder gehe ins Kino – E Basta!
der Anonyme Kommentar war von mir!
Kommentar von Annaisolde 22. Februar 2009 @ 13:04soso…
Kommentar von Qu 22. Februar 2009 @ 18:51