Einsortiert unter: Allgemein | Tags: bikram, flutschig, glitschig, heiß, hot, muskelkater, schwitzig, sport, sternchen, yoga, yogaspekt
Ich wollte schwimmen gehen. War ich auch. Aber is soooo teuer! Bei Bäderland – so heißt diese Wasservereinigung in Hamburg – gibt es kaum mal irgendne Karte unter ner Tageskarte. So für ne Stunde oder so. Nichts zu machen. Eine Beschwerde beim Empfang und ich wurde aufgeklärt, dass ich dafür ja “den g-a-n-z-e-n Tag” im St.Pauli Bad bleiben könne! Wer will das? Und wer will das, wenn der “25 Meter Außenpool” (1.Bild) eher aussieht, wie der Ententümpel im Japanischen Garten in Planten un Blomen. Oder? Irgendwie ähnlich, finde ich.
Jedenfalls war das Holthusenbad super. Und selbst das St. Pauli Bad is ganz OK, aber irgendwie ist die Kombi nass & kalt im Winter so gar nichts für mich. Schwimmen also im Sommer wieder und bis dahin mach ich…
den heißesten Sport, den Hamburg hergibt....
mit fast nichts an....
und um so mehr Schweiß....
Bikram Yoga.
Nie gehört? Ich vor Hamburg auch nicht. Google Hits “Bikram Yoga Hamburg” 4500. “Bikram Yoga Stuttgart” 881. “Bikram Yoga Schwäbisch Hall” 29. Immerhin. Worum geht’s? Um 26 Yogaübungen bei ca. 40°C. Na wenn das mal nix für verfrorene Frauen ist.
Ist es auch. Es ist richtig richtig gut und es ist soooo anstrengend. Angeblich werden dabei hunderte von Kalorien verbrannt, weshalb ich das auf keinen Fall öfter als einmal die Woche machen kann – so selten, wie ich esse
Wobei ich mir gestern Abend ein derart leckeres Schokodessert gegönnt habe (nein sogar 2, aber das eine war geklaut und das ist eine ganz andere Geschichte!), dass ich vermutlich meine ganze 10er Karte Bikram Yoga aufbrauchen könnte, bevor ich das nächste mal wieder Mittagessen gehe.
Aber zurück zum Thema und Bikram. Meiner Meinung nach ist das nur was für Leute, die Sauna auch mögen. Wer mit schwitzen nicht klar kommt und es auch nicht genießen kann, den eigenen Körper in einem Totalerschöpfungszustand zu erleben, der sollte es bleiben lassen. Ich war jetzt dreimal da und es hat mir gefallen, aber ich sehe ja auch ganz gerne mal Sternchen und mag Muskelkater. Ein anderer Aspekt – der eigentliche Yogaspekt - das loslassen, meditieren, auf sich selbst konzentrieren oder wie auch immer man es nennen möchte, gefällt mir da schon weniger. Es ist schon schwer für kopflastige Kontrollfreaks, sich auf so eine “Sportart” einzulassen. Zumindest mir geht es so und darum mache ich bisher auch bei den – ebenfalls sehr anstrengenden – Atemübungen nicht richtig mit und ich konzentriere mich beim Blick in den Spiegel (ja, widerlich verschwitzt, rotköpfig und halbnackt vor einem Spiegel in komischen Posen stehen gehört nunmal auch dazu) auch nicht wirklich auf mich, sondern lieber auf den Boden und das nicht, weil ich mir optisch, sondern eher, weil ich mir mental aus dem Weg gehen möchte.
Die Übungen selbst werden also barfuß und leicht bekleidet auf einer Yogamatte mit Handtuch ausgeübt. Sie sind in Perfektion verdammt schwer. Aber da der Weg das Ziel ist, jeder nach seiner eigenen Tagesform, Gelenkigkeit und Motivation mit macht, bringen sie eben auch schon viel, wenn sie nicht in Perfektion ausgeführt werden. Meine “Lieblingsstellung” bekomme ich nach dem zweiten Mal schon erstaunlich gut hin, wie ich finde. Was aber sicher damit zusammenhängt, dass alles so schön glitschig-flutschig ist.
Nach dem Yoga fühle ich mich sehr ausgepowert und meist sehr gut.
Es gibt in Hamburg drei sehr populäre Bikram Yoga Studios und alle bieten Probekarten oder ähnliches an. Für ganz gewiefte bietet sich darum ein Bikram-Yoga-Hopping an. Dazu war ich aber zu faul und gehe darum jetzt erstmal ins Bikram City Yoga in der Langen Reihe, wo es mir bisher sehr gut gefällt. Matte kann man selbst mitbringen und dort lagern oder dort leihen. Dazu braucht man ein Handtuch und 1,5 Liter Wasser. Manchmal isses wohl ziemlich voll und es kommen eher Frauen als Männer. Was ich super finde: Es stinkt nicht nach Füßen, alles ist sehr entspannt, kein Leistungsdruck, keine Eitelkeiten. Eine 10er Karte ist 3 Monate gültig und kostet 120 Euro. Soviel kostet es auch im Yoga Altona. Und in Yoga Eppendorf 124, dafür aber am stärksten ermäßigt (weiß leider nicht für wen).
Bilder gibt es diesmal keine – wer will sowas schon sehen
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Und in Stuttgart????
Kommentar von Anonymous 3. September 2010 @ 21:01