Quiddje


Exotische Tiere: Die Möwe
26. März 2009, 03:32
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Nierderländisches Strandmöwenbaby

Nierderländisches Strandmöwenbaby

Ja. Dem Norddeutschen mag das schon längst nicht mehr auffallen. Und der ein oder andere hat wahrscheinlich noch gar nicht bemerkt, dass da außer Tauben auch noch andere dicke, fette Tiere herumfliegen, die niemand leiden kann. Niemand? Naja, nicht ganz…

Möwen

Möwen sind ziemlich lautstarke Vögel, was häufig noch durch ihr geselliges Auftreten verstärkt wird. (wikipedia.de)

Und das kennt man auch tatsächlich so. In „Finding Nemo“ wunderschön persifliert, ist das „MEINS!“-Geschrei auch am Hamburger Hafen oder in Planten un Blomen oder nahe der Alster oft zu vernehmen. Am Anfang fällt es gar nicht so auf. Dass sie da sind. Eigentlich fast überall. Dann im Winter, wenn die dicken schwarzen Amseln im Garten sitzen und an den Schmalzknödeln herumpicken und irgendwo im Hintergrund ein Rotkelchen zwitschert, dann drängen sich auf einmal die Möwen ins Sichtfenster und erinnern daran, dass wir hier in „Küstennähe“ sind.

Kleine Möwenherde

Kleine Möwenherde

Kulturfolger

Möwen werden dreisig Jahre alt! Das heißt, dass es in Hamburg Möwen geben könnte, die genauso alt sind wie ich. UND: Es gibt noch eine weitere Parallele (neben Futterneid, Lautstärke und Alter): Möwen sind Kulturfolger. „Hemerophil“ nennt man das auch, wenn Lebewesen der Bebauung der Menschen folgen und sich in bevölkerten Gebieten ihre Nische suchen. Sozusagen aus freien Stücken und weil sie davon profitieren.

Stellenwert

Im Gegensatz zu den ungeliebten Tauben, die mit ausgefeilten Abwehrmechanismen zu kämpfen haben, scheint sich an den Möwen bis jetzt noch niemand zu stören. Man nimmt sie als gefräßig wahr, mehr aber auch nicht. Anders auf Sylt, wo sogar schon die Rede von Möwenterror ist. Und immerhin sind die Möwen für 29% aller Vogel-Flugzeugunfälle auf dem Hamburger Flughafen verantwortlich.

Indes erfreue ich mich an ihrem Anblick. An ihrem Geschrei. An ihrer Unterhaltsamkeit. Und hoffe, dass es vielen anderen da genauso geht, wie mir.
Und wer doch mal Probleme mit den Viechern hat, der wende sich an die Staatliche Vogelschutzwarte Hamburg.



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