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Schafott
Tag des Schafs
Der 01. Juni des Jahres ist nicht der Weltschaftag. Trotzdem hat das Freilichtmuseum Kiekeberg am Pfingstmontag seinen eigenen Kiekeberger Schaftag veranstaltet. Und weil Schafe bekanntlich meine Lieblingstiere sind, bin ich natürlich hin.

Lageplan
Määääh
Um ehrlich zu sein: Den Lageplan haben wir nicht verstanden. Und die komischen Leute, die dafür bezahlt wurden, so zu sein wie die Leute früher… die haben ihren Job recht gut gemacht und waren ziemlich unfreundlich. Dieser eine Schuster („Ich?! Ein Schuster?!“) oder was auch immer er da für ein altertümliches Handwerk ausführte, weigerte sich jedenfalls, uns den Weg zu „Haus 29″ zu weisen. Egal, wir haben es trotzdem gefunden und uns zuvor noch eine Stärkung gegönnt:

Vorher

Nachher
Pommes für Menschen mit Geduld
Also nicht für mich. Die Männer hinterm Tresen hatten die Begriffsstutzigkeit für sich in Anspruch genommen. Bei der Wechselgeldberechnung war ich (hungrig) dann behilflich. Die Pommes waren dafür sehr, sehr lecker und dem trockenen Apfelkuchen haben wir mit Kaffeesahne auf die Sprünge geholfen, bevor es dann zum eigentlichen Highlight des Nachmittags ging:

Vorher

Nachher
Kahlschlag
Witzig, dass man 20km von St. Pauli entfernt einer professionellen Schafschur beiwohnen kann. Sowas habe ich seit 15 Jahren nicht mehr miterlebt. Mir war es auch etwas wilder und blutiger in Erinnerung. Und bei uns wurde dabei viel geflucht und geschimpft. Hier in der Großstadt geht es gesitteter zu. Hier wird das Schaf in die Mitte eines Kreises aus kleinen Kindern gesetzt und bekommt dann eine gepflegte Rasur. Ohne Geschrei, Gestrampel oder Gezeter.
Aber es gibt auch Schäfchen, denen es schlechter ergeht:

Vorher

Nachher
Yumm
Heidschnuckenbifi. Schon mal gegessen? Nö, ich auch nicht. Wer Lämmer vespert, haut auch Frauen, oder? Womit wir beim nächsten Themenpunkt des Schaftags wären. Eine beliebte Beleidigung für Frauen ist schließlich „Dummes Schaf!“
Die gesammelten Schafausdrücke und Schaphorismen wurden im Museum in ihrer Vielzahl präsentiert:

lammfromm
Wenig Schaf für viel Geld
Insgesamt sind mir an diesem Tag aber viel zu wenige Schafe begegnet. Ein paar fressende in einem Gehege, ein paar wollige, kleine neben dem Bifistand, das eine, das geschoren wurde und noch ein paar schlafende in einem Stall.
Draußen vor dem Eingang dann noch ein paar gierige, die sich durch den Zaun füttern ließen. Aber zwischen mir und den Schafen war immer eine Begrenzung, die die Glückseligkeit bremste! Da hilft dann auch der frische Schafskäse nichts. Und bei 8 Euro (!) Eintritt und meinem Desinteresse an den restlichen, wohlgemeinten, aber langweiligen Aktivitäten, die das Freilichtmuseum für junge Frauen ohne Kinder unter 60 zu bieten hat, wären ein paar freilaufende Määäh-Schafe zum kuscheln und ärgern schon das mindeste gewesen.
Ohne die Schafe richtete sich meine Hauptaufmerksamkeit auf den Schafscherer und seine beeindruckende Hand:

Schafschererzeigefinger
Suchbild
Spektakulär war auch die Abschlussszene, als die kleinen, faszinierten Stadtkinder voller Ehrfucht, voller Neugier und einem unbändigbaren Anfassdrang um das frisch geschorene Schaf standen. Wer könnte es ihnen verdenken? In solchen Momenten wäre ich auch lieber 5.

Suchbild - wo hat sich das Schaf versteckt?
2 Kommentare bis jetzt
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GEIL! Wäre auch gerne hin… Im nächsten Jahr dann…
Kommentar von jawaneh 3. Juni 2009 @ 23:23Die Schafe dort drehen sich aber nicht vor einem Grill um die eigene Achse…
Kommentar von Qu 3. Juni 2009 @ 23:37