Abgelegt unter: abhängen, hamburg | Schlagwörter: badesee, baggersee, boberger see, fkk, gummiboot, looking for freedom, moskito, nackte männer, paddeln, schlauchboot, seewasserallergie, sommer in hamburg, sonnencreme, strand
Baden Boberger See

Ins Boot geholt
Wie man hinkommt:
Mit dem Auto sind es knapp 15 km. Eine Adresse für’s Navi wäre Billwerder Billdeich 138, 21033 Hamburg. Man fährt in Richtung Autobahn A1, süd-östlich von Hamburg. Billwerder ist ein kleines, schnuckeliges Dorf. Man erkennt den Eingang zum See-Weg an den vielen Autos am Straßenrand. Es gibt aber auch einen Parkplatz.
Öffentlich: Mit der U-Bahnlinie U3 bis Haltestelle Mümmelmannsberg, anschließend mit der Buslinie 12 bis Haltestelle “Am Langberg”.
Der Weg zum See führt dann vorbei an der idyllischen Kuhweide, nach ca. 1000 Metern ist man am Wasser – allzu viel Gepäck sollte es also nicht sein.
Wie schaut’s aus:
So ländlich, wie man es nicht meinen sollte, nur 13 km von der City entfernt. Sehr, sehr toll! Abwechslungsreich zwischen Wiese und Wald, kleine Trampelpfade (Achtung Scherben!), angelegte Wege, wirklich süß.
Der See ist 71ha groß, an der tiefsten Stelle 11m tief und ein Baggersee.
Aktuelle Wasserwerte Boberger See
Wie ist das Wasser:
Der See selbst ist etwas bewachsen, aber nicht algig. Vom Ufer aus nach innen schon nach kurzer Strecke sehr klar. Die Wassertemperatur ist perfekt: Tut nicht weh, erfrischt trotzdem. So, wie’s sein soll.
Besonderheiten:
Es gibt zwei Strände. Auf der einen, sandigen Seite baden Familien mit Kindern. Auf der anderen, waldenen Seite ist es FKK Bereich und soweit ich weiß Hamburgs einziger.
Es kommt ein Eismann vorbei, der auch türkische Zigaretten zu gesalzenen Preisen verkauft.
Mein Mittag am Boberger See

...auf der Straße nach Süden...
“One morning in June, 20 years ago, I was born a rich man’s girl. I had everythin, that money could buy…. but FREEDOM – I had none!”*
Alles begann mit einer netten, kurzweiligen Capriofahrt raus aus der Stadt. Das Auto, der Fahrer, die Musik und meine Schuhe – alles 80er. Oder wer weiß schon noch, wie es sich anfühlt, das Tapedeck zu bedienen?? Jedenfalls waren wir unterwegs, trying to find some peace of mind und was eignet sich dafür denn besser, als ein abgeschiedener Badesee am Rande der Stadt?
Naturschutzgebiet Boberger Niederung

Seekarte
In Hamburg hat man die Wahl zwischen einigen Naturbädern und Badeseen, was schon mal echt cool ist. Die Gewässer werden ständig kontrolliert und die Wasserinformationen, kann man sich hier besorgen. Warum ausgerechnet der Boberger See? Die Aussicht auf einen Strand an dem nicht so viele Familien rumhängen, fand ich doch echt attraktiv.
Dem Hasen auf der Spur

still the search goes on
Der Weg zum See ist nicht so kurz, wie man ihn vielleicht gerne hätte. Aber er macht Spaß. Schließlich ist schon die Karte sehr liebevoll gezeichnet und man muss nur dem blauen Wald- und Wiesenhasen folgen, um schnellstmöglich ans Ziel zu kommen.
An der Gabelung, wo man auf’s Wasser trifft angekommen, muss man sich entscheiden: links rum geht’s zum Familybeach, entgegen des Uhrzeigersinns führt der Weg zur FKK Wiese.
Ein Haufen nackter Männer

got some muscles in my arm
Der See ist für sein schwules Publikum bekannt. Hamburg-Gay-Web schreibt:
Bei Billstedt gelegener Badesee mit schwuler Ecke. In den zwischen Straße und See gelegenen Regionen lohnt es sich bisweilen, sich umzuschauen. Überwiegend schwules Publikum. Im sommer herrscht in den Dünen reges Treiben.
Schwules Publikum ist immer gut. Auch am Badesse mal wieder gute Stimmung. Leben und leben lassen, Badegäste, mit denen man leicht ins Gespräch kommen kann und die sich sonst weder aufdrängen, noch rummotzen, noch sonstwie nerven. Angezogene Frauen, nackte Frauen, nackte Männer. Weniger angezogene Männer
Perfekter Halbschatten

Plätzchen im Halbschatten
Zwischen Liegewiese und See befindet sich ein ca. 5 m breiter Waldstreifen, der genug Sonne durchs Blätterdach lässt, um von Halbschatten sprechen zu können. Dort ein Plätzchen suchen und nieder lassen! Die perfekte Mischung aus warmer Sonne, lauem Windchen und kühlem Schatten. Ideal, wären da nicht…
Moskitos!

Blutsauger
Aber sie waren nicht in der Überzahl. Ich hab gewonnen.
Must-have

corporate design
Zum See ohne Paddelboot, das ist wie eine Brezel ohne Butter. Paddel braucht das Boot nicht. Herta schwimmt auch so brav herum. Sie ist neben dem himmelblauen Blasebalg und dem sonnengelben Sommerhit die wichtigste Protagonistin beim Ausflug auf’s Wasser. Ein Paddelboot kann ich jedem nur ans Herz legen – soviel Spaß hatt man nie und nimmer mit einer Luftmatratze oder nur so schwimmen. Echt top!
Wasserfarben

Ich hab ein knall. Gelbes Gummiboot.
Eine kleine blaue Libelle war beim Trip auf dem Wasser unsere Begleitung. Ansonsten war’s recht ruhig. Die ein oder andere Oma, die auf der Stelle schwamm, das ein oder andere Päärchen, das vorbei zog. Keine Hektik, kein Geschrei, keine vorbeischwimmende Parfümwolke, kein Sonnencremefilm auf dem Wasser.
…1, 2, 3…

Quiddje unter Wasser.
Keine Fische, keine Monster.
looking for freedom
Und auch sonst nichts, was einen von unten annagt. Keine Sorge, habe alles abgetaucht, da ist echt nix! Im Hintergrund sieht man hier den leicht überfüllten Sandstrand, der sicher auch großartig ist. Aber bestimmt kein Vergleich zum Abtauchen.
Fazit:

and it can be found: Sommer
Neben dem Bodensee, ist der Boberger See der schönste, deutsche See, in dem ich je schwimmen war. Leider ist er trotzdem nur bedingt für Seewasserallergiker tauglich. Aber ich hatte schon wesentlich heftigere Reaktionen.
Den Boberger See kann ich wirklich empfehlen: Es war ein wunderschöner Tag, ein toller Ausflug und überhaupt…
Für den nächsten Seetest dann vielleicht einen anderen See aus diesem Flyer: Badegewässer Hamburg
_____________________________________________________________
*
6 Kommentare bis jetzt
Einen Kommentar hinterlassen
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <pre> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>





One morning in June some twenty years ago
I was born a rich man’s son.
I had everything that money could buy
but freedom I had none.
I’ve been looking for freedom
I’ve been looking so long
I’ve been looking for freedom
still the search goes on.
I’ve been looking for freedom since I left my home town
I’ve been looking for freedom
still it can’t be found.
I headed down the track
my baggage on my back
I left the city far behind.
Walking down the road with my heavy load
Trying to find some peace of mind.
Father said: You’ll be sorry
son
if you leave your home this way
And when you realize the freedom money buys
You’ll come running home some day.
I’ve been looking for freedom
I’ve been looking so long
…
I paid a lotta dues
had plenty to lose
travelling across the land.
Worked on a farm
got some muscle in my arm
But still I’m not a self-made man.
I’ll be on the run for many years to come
I’ll be searching door to door.
But
given some time
some day I’m gonna find
The freedom I’ve been looking for.
I’ve been looking for freedom
Kommentar von Heinrich Loose 6. Juli 2009 @ 08:28I’ve been looking so long
…
I’ve been looking for freedom
I’ve been looking so long
Toll dieses Lied hatt ich ich ja schon fast vergessen!
Kommentar von annaisolde 6. Juli 2009 @ 11:24die karte “Naturschutzgebiet Boberger Niederung” sieht aus wie ein pillermann
Kommentar von javier 7. Juli 2009 @ 10:50Ja großartige Gegend. Auch die Boberger Dünen sind ein Traum. Ich habe schon viele tolle Stunden in dem Naturschutzgebiet verbracht. Und die David Hasselhoff Gardine hängt zwar mittlerweile nicht mehr über meinem Bett, aber der Text geht noch!
Kommentar von Nina 7. Juli 2009 @ 13:59Nackig im Naturschutzgebiet
hihi
Kommentar von Qu 11. Juli 2009 @ 11:20Danke für diesen aufmerksamen Kommentar! Das war mir bisher entgangen.
Kommentar von Qu 11. Juli 2009 @ 11:21