Quiddje


Weihnachtsmarkt Rathausmarkt
14. Dezember 2009, 20:27
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Weihnachtsmarkt Rathausmarkt

23.11. bis 23.12.2009
Uhrzeit:
11 bis 21 Uhr (Fr. und Sa. bis 22 Uhr)

Die Besonderheiten des Weihnachtsmarkts am Rathausmarkt liegen auf der Hand: Er ist groß, er ist teuer, er ist voll. Trotzdem ist es dort ganz nett. Das Ambiente ist weihnachtlicher als am Jungfernstieg, die Hütten sind aus Holz, die Leute hetzen nicht rum, sondern sind genau deshalb dort: Um nicht zu hetzen. Angenehme Atmosphäre, wenn auch dicht gedrängt schon am Nachmittag.

ACHTUNG Sturzgefahr

„Herbert was MACHST Du denn?“ rief die Frau und als wir uns umdrehten plumpste – ZACK – der Herbert neben uns zu Boden. Aber in Zeitlupe und gestützt auf die umstehenden Passanten im Gedränge. Herberts Frau stopfte im flugs ein Stück Schmalzgebäck in den Mund – was hätte sich besser geeignet, außer vielleicht einer verbrannten, überzuckerten Mandel.

Essen & Trinken

Unterzuckerungsgefahr besteht dort eigentlich nicht. Ob es nun die „Naschgasse“ ist oder ein anderer x-beliebiger Stand – die Auswahl an stärkenden Nahrungsmitteln ist reichlich. Zumindest solange man gerne Fleisch verzehrt. Für die Vegetarier könnte es eigentlich auch Zwiebelkuchen ohne Speck geben, tat es aber leider nicht. Und noch leiderer war meine Ungeduld dann zu groß und ich habe mir das erstbeste Vegetarische gekauft, was ein Dönerbrot mit ein paar Gurkenscheiben, Tomate und Schafskäse war, welches in der Mikrowelle heiß gemacht und mir für 4,5 €, also 9 Mark, verkauft wurde. Eigentlich eine Unverschämtheit, aber ich wollte es ja nicht anders.

Es gab dann gleich darauf doch noch etwas Interessantes und zwar „Handbrote aus Dresden“ in zwei Sorten. Die waren 50cent billiger und wohl ganz gut. Dazu tranken wir Heidelbeerglühwein (der zweite Glühwein dieses Jahr), der sehr lecker war und nicht so süß, sondern dafür etwas herber. An einem Stand, an dem es ungefähr 23 verschiedene Sorten Glühwein gab. Von Glühwein, über Glühwein Kirsch, Heidelbeer, Passionfruit, über Glühwein Cocktail, Glühwein Cappuccino usw. usf.
Doch doch, das stimmt! Der Glühwein kostete 2,50 plus 1,50 Pfand.

Es gibt dort auch einige kulinarische Besonderheiten, wie z.B. Rauchspeck, also Rauchfleisch und Speck aus Südtirol, oder Dampfnudeln mit Vanillesoße. Durchaus kreativ und nett.

Zum Nachtisch kann man sich zwischen einer Tüte Wasabi-Erdnüssen (extra scharf) oder einer Packung Schmalzgebäcl gegen das Umkippen entscheiden. Letztere ist SEHR lecker dort und kostet 1,80 Euro.

Die Stände

Fresschenstände und Verkaufsstände dürften sich in etwa die Waage halten. Jedenfalls kein auf den ersten Blick dramatisch unausgewogenes Verhältnis.

Die „Gassen“ des Marktes sind thematisch sortiert. Es gibt z.B. eine Spielzeuggasse, oder eine Handwerksgasse. Wirklich ganz nett gemacht.

Die Attraktionen

Hauptattraktion ist auf dem Weihnachtsmarkt Rathausmarkt ein elendig kitschiger Weihnachtsmannschlitten, der nebst suborientiertem, debil winkenden Christkindchen an einem Stahlseil über den Markt entlang „fliegt“ und lauthals „Ho Ho Ho“ und ein kurzes Playback-Märchen zum Besten gibt, das von seinen Pferdchen (Donner, Blitz, …. und Wölkchen) handelt und … dann hab ich nimmer zugehört. Der Menge gefällt’s, auch wenn der Schlitten so völlig stümperhaft einmal hin und dann RÜCKWÄRTS wieder zurück fährt. Naja. Schön trashig halt und muss man mal gesehen haben. Habe gelacht.

Fazit:

Sicherlich ein besuchenswerter Weihnachtsmarkt in Hamburg. Hat es in sich. Leckerer Glühwein!

–> Wo findet man den Weihnachtsmarkt Rathausmarkt?

–> Übersicht aller Weihnachtsmärkte Hamburgs


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