Quiddje


Stadtteilmagazine Hamburg
27. Februar 2010, 00:19
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Stadtteilmagazine aus Hamburg

Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, Gast einer kleinen Vorstellungsrunde beim blattsalon zu sein. Unter dem Motto „Vor der Haustür: Magazine aus deinem Stadtteil“ wurden in der Art Lawyer Gallery verschiedene Stadtteilmagazine präsentiert.

Ich schnappte mir also Mr. Stadtteil und das neue Babe und auf ging’s in die Königstraße. Dort war es so voll, dass wir kaum noch reinkamen und obwohl wir eine Stunde zu spät waren, hatte die Veranstaltung zum Glück gerade erst begonnen. Unser Glück!

Independent Stadtteilmag

Denn es war sehr interessant, von den verschiedenen Konzepten, den diversen, so hochmotivierten, ambitionierten Künstlern, Autoren und Redakteuren zu hören, die in Eigenregie ihre wundervollen Independent-Mags rausbringen. Vorgestellt wurden das Quartier, was nur auf den ersten Blick wie ein Hochglanz-PR-Blatt für die Hafencity wirkt (weil’s halt so schön aussieht), das St. Pauli Kiez Magazin, welches für meinen Geschmack viel zu pseudoprovokativ und in Wahrheit viel zu brav ist und das Altonaer Magazin, das keine Website hat und nach eigenem Bekunden das Internet hasst (aha…). Die Makrele lag auch nur rum und viele andere, die ich mir aber nicht alle gemerkt habe.

Es war ein sehr unterhaltsamer Abend. Vorallem die Gäste von auswärts (Der Wedding, Ehrenfelder) waren höchst amüsant. Und nächste Woche gibt’s schon die nächste Blattveranstaltung in Hamburg: die GutenSeiten sind wieder mal im Kunstverein!

Obersteinbach

Es gibt ja nun nicht wenige Stadtteile in Hamburg. Um genau zu sein sind es 107.  Und „Vor der Haustür“, das heißt ja nun auch was ganz anderes, wenn man in Hamburg wohnt, als wenn man Waldenburg wohnt. Wenn ich zu Hause ein Stadtteilmagazin rausbringen würde, dann könnte ich mich zum Beispiel für den Stadtteil Obersteinbach entscheiden. (Okok, das „zum Beispiel“ war jetzt übertrieben…) Obersteinbach jedenfalls ist ein kleines Dorf mit ca. 170 Einwohnern. Mein Vater ist dort geboren, mein Großvater war dort „Schulmeister“ und ich selbst habe dort früher oft Froschlaich aus dem Bach geholt, der nicht die Bibers ist, aber ich weiß auch nicht, wie er heisst.

Mein Kiez

Hier hingegen würde ich mich standesgemäß dann für Rotherbaum entscheiden. Denn auch wenn man mich wahrscheinlich mehr der Schanze, vielleicht sogar Pauli, mindestens jedoch Eimsbüttel zuordnen würde, bin ich bei Stadtteilen, wie bei Kleidung der Meinung, dass man sich mehr daran orientieren sollte, wer man sein möchte, als wer man ist.

Da ich jetzt ja auch in meiner stylishen Großverdienerwohnung hause, ist die Villa also nicht mehr weit. Den passenden Herr von Eden Anzug habe ich ja schon.

Also Rotherbaum. Rotherbaum hat 15.411 Einwohner. Genug Potenzial für ein Stadtteilmagazin. Wer macht mit?


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