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Dockville Festival Hamburg
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Es war einer dieser flüchtigen Sommertage im Juli, die mit Sonnenschein anfangen und mit Sonnenschein aufhören. Morgens wacht man mit einem Lächeln im Gesicht auf, abends sitzt man mit Weißweinschorle auf einem Balkon. Und zwischendrin sind wir arbeiten, mittagessen, telefonieren, schreiben Konzepte und schwitzen in einem Büro. Bis wir uns draußen vor der Tür treffen.

Es war das perfekte Wetter für den Ausflug und Du sahst so gut aus, auf Deinem Rad.
Wir sind durch den Alten Elbtunnel auf die andere Seite Hamburgs gefahren. Ich glaube sogar, Du warst da zum ersten Mal. Gemeinsam haben wir uns durch das stillgelegte Hafendickicht gekämpft. Das iPhone hat uns geholfen, bis wir dann plötzlich unter der Schnellstraße standen in dieser Sackgasse. Rechts ein Kanal und links Beton, da konnte auch der Satellit nichts mehr tun. „Wilhelmsburg ist echt am Arsch der Welt.“, hast Du gesagt und ich hab meine Kamera auf Dich gerichtet, um den Moment festzuhalten. Dann hast Du mir ein Sandwich in die Hand gedrückt, gegen mein Gequengel und kurz war einfach alles wieder gut.






Unsere Tour führte uns über gepflastersteinte Hafenwege, stillgelegte Bahngleise und vorbei an Werbung, die genau dort keinen Sinn zu ergeben scheint. Mir war’s egal. Du warst bei mir (endlich mal wieder). Und als wir wieder grün sahen und das Wasser riechen konnten, hat es sich ein bisschen angefühlt, wie Holland.




Das Licht hat uns geschmeichelt; mir unsere Zweisamkeit auch. Am liebsten hätt ich Deine Hand genommen, aber vielleicht wäre das auch zu romantisch für uns gewesen. Wer weiß. Und als wir endlich ankamen, da wurde es schon dunkel. Zusammen haben wir den Hasen entdeckt; Du hast Dich so über mich und meine Aufregung amüsiert. Wir waren gut gelaunt, beide, und das Gelände vom Dockville hat das übrige getan.
Nette Leute, eine Schaukel, Musik, coole Kunst, ein Radler, den Rest unseres Vespers – das so aussah wie immer, wenn Du mir was liebes tun wolltest. Es hat nichts gefehlt. Sogar unser Gespräch war gut. Und ich hab nicht geweint.













Ich bin dann in den Kartontunnel gekrabbelt und wir haben drinnen Fange gespielt. Ich saß auf der Wippe, Du hast mich fliegen lassen, ich hab gekichert, wie blöd, und Fotos gemacht dabei. Es war cool dort. Es war cool dort, weil Du mit mir dort warst.


Es wurde Zeit zu gehen, ich war froh Dich dabei zu haben, sonst wäre ich wohl Bahn gefahren. Ein Stückchen vor dem Dockvillegelände hat der Hase gewartet und Du hast mich vom Rad gelockt. Dann standen wir da und haben rumgemacht. Der Hase hat zugesehn, interessiert hat’s ihn nicht. Wir hatten unseren Spaß; ein bisschen kalt wurd’s, zugegeben.

Ich wünscht, ich hätte Dich fester geknutscht.
Jetzt ist wieder Sommer. Gleich.
Zukunftspläne sind in sich zusammen gefallen und Gefühle haben sich in nichts aufgelöst.
Nur scheinbar einfach so.
Und der blöde Hase kuckt noch ganz genauso. So, als sei nichts passiert.

Anders wär mir lieber.
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4 Kommentare bis jetzt
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schluchz…du solltest anfangen bücher zu schreiben!
Kommentar von Nina 9. April 2010 @ 16:54werde ich, werde ich!
Kommentar von Qu 12. April 2010 @ 01:24sehr bewegende Geschichte – hier etwas zum Aufheitern: http://www.youtube.com/watch?v=lj-x9ygQEGA
Kommentar von Anonymous 12. April 2010 @ 10:22
sehr geil. Das Video ist auch wirklich absonderlich schräg. Selbst für 80er-Jahre-Verhältnisse…
Kommentar von Qu 13. April 2010 @ 10:05