Quiddje


ICE Hamburg
13. März 2010, 13:27
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ICE Hamburg

In letzter Zeit bin ich viel Zug gefahren. Die Zugverbindungen von Hamburg aus in die Großstädte Deutschlands sind alle ziemlich toll. Mit dem ICE ist man in weniger als sechs Stunden ohne Zwischenhalt in München. Nach Stuttgart dauert es gute fünf, nach Frankfurt gerade mal dreineinhalb und nach Berlin gibt es eigentlich keinen schnelleren Weg als mit dem ICE, das dauert nur eineinhalb Stunden.

Ich fahre sehr gerne Zug. Eigentlich schon immer und vorallem wieder, seit ich nicht mehr gerne Auto fahre.
Nein, genau genommen fahre ich nicht gerne ZUG – ich fahre gerne ICE…

Hamburg – Heim

So oft ich auch Freunde in München, Frankfurt, Berlin und Stuttgart besuche – nach Hause dauert es dann doch etwas länger. Es ist absurd, aber nach Würzburg (ca. 500 km) braucht der ICE 3,5 Stunden. Für die restliche Strecke nach Hause (knapp 100km) brauche ich mit dem Zug dann mindestens weitere 3 Stunden. Und das in einer REGIONALBAHN! Horror.

Wenn ich nach Hause fahre, kann ich mir meine Strecke ziemlich flexibel selbst zusammenstellen. Als Zwischenhalte kann ich aus Mannheim, Stuttgart, Würzburg und Nürnberg wählen. Und mir dann die kleinern Übel im Baukastensystem zusammen setzen. Entweder viel ICE über Mannheim/Heilbronn oder Nürnberg/Crailsheim in insgesamt 7 Stunden 20 Minuten oder wenig ICE über Würzburg/Bad Mergentheim in 6 Stunden 30.

Am schnellsten, 6 Stunden 07, ist die Verbindung mit 4 mal umsteigen und Bus über Hamburg – Würzburg – Lauda – Bad Mergentheim – Künzelsau. Den höchsten ICE Anteil (4 von 7 Stunden) habe ich, wenn ich über Stuttgart fahre. Dafür dann eine Stunde länger unterwegs, weil ich am eigentlich Ziel vorbei fahre. Interessanterweise wird diese Verbindung von der Fahrplanauskunft noch nicht mal angegeben.


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Wie ich es auch drehe und wende, die letzen 1,5 Autostunden, die schafft der Zug einfach nur in 3. Mitten im Bermudaviereck zwischen Mannheim, Würzburg, Nürnberg und Stuttgart ist die Welt zwar noch in Ordnung, aber man ist von ihr eben auch weitesgehends abgeschlossen.

Auch so ein Grund, warum ich halt in Hamburg lebe…



Streichelzoo Hamburg

Streichelzoo Hamburg

“Warum mögen Sie Tiere?”
“Weil sie mich glücklich machen.”
“Warum?”
“Haben Sie etwa schon mal einem Schaf ins Gesicht geschaut und mussten nicht lachen?”

Ja, Viecher machen mich glücklich. Die kuck ich an und freu mich. Besonders Huftiere (weil sie so herrlich dämlich sind) und insbesondere eben… Schafe.

Schafe in Hamburg

Leider kann ich mir in Hamburg keine Schafe halten. Wenn ich dürfte, würde ich gerne das Grüngebiet hier zwischen den Hochhäusern einzäunen. Aber selbst dann hätt ich zuviel Angst um meine Schafe. Früher hatte die Bevölkerung eher Angst vor unseren Schafen. Vor ihrem berüchtigten Vielfraß. Nicht selten klingelte das Telefon: “Heiner, dei Schooaf sin widder bei uns im Garta!” Tja. Der Salat war dann halt weg.

Und jetzt? Jetzt muss ich halt in den Streichelzoo.
Derer kann ich in Hamburg drei empfehlen, die ich selbst besucht habe und den vierten habe ich zusätzlich noch entdeckt, war aber selbst noch nicht dort.

  1. Wildpark Schwarze Berge
  2. Streichelzoo im Tierpark Hagenbeck
  3. Kinderbauernhof Kirchdorf
  4. Tierpark Gettorf



Oh schaurig ists übers Eis zu gehn
21. Februar 2010, 22:01
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(…)

Unter jedem Tritte ein Quellchen springt,
Wenn aus der Spalte es zischt und singt,
O schaurig ists übers Eis zu gehn,
Wenn die Alster knistert im Winter!

Gruselgefahr?

Mein zweiter Spaziergang auf der gerade-noch-so zugefrorenen Alster hat mich an Annette von Droste Hülshoffs gruseliges Gedicht erinnert. Mit Einbruch der Dämmerung wurde es auch mir immer unheimlicher auf dem Eis und die Tatsache, dass meine Begleitung sich köstlich über meine Schreck-Quietscher amüsierte, statt mir ein gewissen Grundvertrauen in die Eisdecke zu vermitteln, hat die Sache nicht besser gemacht.

Einbruchgefahr?

Abgesehen vom Knirschen und Knacken, dem leichten Einsinken, an Stellen mit etwas dünnerer Eisschicht und deutlich sichtbaren, mehrere Zentimeter breiten Rissen im Eis, war es aber erneut ein sehr schöner Ausflug AUF der Außenalster. Genaugenommen wird das Eis, auch wenn es zu tauen beginnt, wahrscheinlich auch noch eine Weile tragfähig sein. Die Alstereis Messdaten wurden am 16.02. zu letzt aktualisiert.

Sturzgefahr?

Das Eis war wesentlich glatter, als beim letzten Mal (da kein Schnee) mehr lag und ich habe es trotzdem sehr elegant gemeistert, mich vor Stürzen zu retten. Meine personal Sturzbilanz diesen Winter ist demnach auch weiterhin gleich 0.

Ermüdungsgefahr?

Am anderen Ende (Hotel Atlantik) der Alster angekommen, gab’s dann Glühwein zum Aufwärmen. Die zugefrorene Alster ist ja so ein bisschen, wie eine Wüste, nur halt kälter: Man sieht schon von weitem den Horizont und meint immer, man sei gleich da. Am Ende braucht man aber von Höhe Alte Rabenstraße bis zum Atlantik doch ne gute Stunde.

Verschmutzungsgefahr?

Natürlich auch, weil ich Fundstücke im Eis gesammelt habe. Nur fotografisch (weil eingefroren). Es interessierte mich, was demnächst, wenn das Eis weggetaut ist, denn alles Schönes in der Alster herumschwimmen wird. Zu meinem Bedauern musste ich feststellen, dass nicht nur der übliche putativ “versehentlich” zurückgelassene Plastikmüll zurückblieb, sondern – na wer hätt’s gedacht – in großer Anzahl Kippenstummel.

Und kein Raucher kann mir erzählen, er hätte seine Kippe “versehentlich” auf dem Eis ausgetreten…



Holy Shit Shopping Hamburg
6. Dezember 2009, 17:09
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Holy Shit Shopping

Es war mal wieder soweit: Die bundesdeutsche NIDO-ehemals-NEON-Leserschaft hat sich zum Holy. Shit. Shopping. Hamburg eingefunden, um Kreativität und Hippness zu zelebrieren. So voll wie es dieser Nachmittage auf dem Gelände des Alten Gaswerks in Bahrenfeld war, so leer muss zwangsläufig eigentlich die Schanze gewesen sein.

Was ist Holy. Shit. Shopping?

HOLY.SHIT.SHOPPING – Die Weihnachts.Shopping.Lounge ist ein Kunst- und Designmarkt und präsentiert seit 6 Jahren ca. 150 handverlesene junge Designer, Kreative und Künstler, sowie eine wilde Mischung an Mode-, Schmuck- und Produktdesign, Kunst, Fotografie, Graphik, Comics und Literatur in besonderer Architektur.

So die Veranstalter.

Zum Teil stimmt es auch. Es ist wirklich ganz nett. Aber irgendwie nur, wenn man wirklich neu in Hamburg oder Berlin ist. Wer öfter mal in der Schanze oder auf Pauli unterwegs ist und dort die Auslagen der Schaufenster kennt, den wird das Holy Shit Shopping auch nicht mehr vom Hocker reißen.

Was kann man da kaufen?

Schnickschnack. Kleinkunst. Foto-Art. Selbstgenähtes. Dawanda-Kram. Kapuzenpullis. Komische Alternativmodedesignkleidung. Buttons. Quartette. Bestickte Kissen. Bunte Taschen. Wickelröcke. Streichholzschachteln mit guten Gedanken. Garderobenhaken.

Teilweise auch Hochwertiges (Lampen von komat, Porzellan, Magnetwände aus Holz), wirklich Praktisches (Fahrradtaschen) und Überraschendes (Mein absoluter Favorit: Die Nippeltasse “Anna” von Pension für Produkte am neuen Pferdemarkt.)

Lohnt es sich?

Es lohnt sich definitiv für Menschen, denen es an Kreativität und handwerklichem Geschickt mangelt, die weder fotografieren können, noch mit Photoshop umgehen, die ihren Spieltrieb verloren haben, die gerade kleine Kinder haben und mit ihresgleichen süße, lustige, nette Babyaccessoires bewundern möchten, die nicht selbst nähen können, deren IKEA-Wohnung noch so ein paar erheiternde, individuelle Momente fehlen, die bereit sind, für Selbstgebasteltes Geld auszugeben, die keine eigene Buttonmaschine haben und noch nicht wissen, was man bei Budni alles selbst aus den eigenen Fotos gestalten kann.

Trifft auf mich fast alles nicht zu.

Wie war’s?

3 Euro Eintritt kostet der Spaß. Die Location ist wirklich wie dafür geschaffen und viel angenehmer, als das ehemalige Karstadtgebäude in der Neuen Großen Bergstraße, wo das Holy Shit Shopping die letzten Jahre immer statt gefunden hat.

Die Schlange am Eintritt ist – vielleicht auch wegen des Locationwechsels – noch länger geworden. Fast hätte ich die Lust verloren, zumal das Klientel eindeutig meiner Vorverurteilung “Nervig” zugeordnet wurde. Ich bin dann aber erst mal gegenüber in den Tako-Modemarkt und als ich zurückkam, war’s dann zum Glück etwas leerer.

Was gab’s zu essen?

Brötchen, Baguettes, Kuchen, Glühwein, Softdrinks. Zu annehmbaren Preisen.

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Holy Shit Shopping Hamburg



Weihnachtsmarkt Ottensen
4. Dezember 2009, 16:23
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Weihnachtsmarkt Ottensen

23.11. bis 23.12.2009

Öffnungszeiten: Mo – Sa 10 bis 21 Uhr , So 12 bis 21 Uhr

Der Weihnachtsmarkt Ottensen beginnt gleich hinter dem Bahnhof Altona Richtung Ottensen. Kaum zu verfehlen, wenn man nicht in die falsche Richtung, also die Neue Große Bergstraße rennt.

Grün und rot dominieren, mit der Deko wurde sich Mühe gegeben: Strohballen, Lattenzäune, Grillduft und ein Kinderkarussell. Mein Fazit: Der bisher niedlichste und angenehmste, den ich besucht habe. Auch was das Publikum anbelangt.

Die Stände

Das Verhältnis von Fresschenständen zu Verkaufsständen ist wesentlich besser, als anderswo. Noch dazu: Die Qualität der Verkaufsstände ist auch noch höher. Natürlich gibt es auch hier unnützen Kleinkram (Merke: Alles ist unnütz, was nicht verzehrt oder benutzt werden kann, sondern nur aussieht), aber die Dinge sind liebevoll drapiert. Wollmützen, Steine, Kerzen, Schokoladen, Nougat und Marzipan, warme Haussschuhe, Buddhas, Holzfigürchen, Salzsteinlampen, Schmuck, Handschuhe, Tee…

Essen

Sehr auffällig ist, dass gleich am Anfang ein superduper Fallaffel und andere arabische Spezialitätenstand zu finden ist. Gegenüber ein appetitanregender Grillstand. Desweiteren gibt’s Asia, Waffeln, Crepes, Maroni, Pommes, Schafskäse, Apfeltaschen und und und. Gutes Sortiment.

Der Glühwein kostet um 2,20 € – probiert habe ich nicht. Am Ende des Marktes gibt’s noch einen Stand mit “Schussauswahl”. :-)

–> Wo findet man den Weihnachtsmarkt Ottensen

–> Übersicht aller Hamburger Weihnachtsmärkte