Quiddje


Eigentlich ein Fremder

„Quiddje ist ein Begriff, der hauptsächlich im Hamburger Raum vorkommt. Als „Quiddje“ (manchmal auch: „Quittje“ oder „Quietje“ = Fremder, Hochdeutschsprechender) bezeichnen die gebürtigen Hamburger einen zugereisten Bürger Hamburgs. Primär wurden damit Leute tituliert, die einen für die Hamburger fremdklingenden deutschen Dialekt sprachen und vor allem kein Plattdeutsch oder Missingsch sprachen.

Der Begriff „Quiddje“’ wurde erstmals 1865 in einer Hamburger Zeitung erwähnt. Die genaue Herkunft des Wortes ist aber unbekannt. Einige Hinweise deuten auf eine Abwandlung des französischen Wortes „quitté“ hin. Mit diesem Begriff bezeichnete man früher die Aufenthaltsgenehmigungen für Händler, wenn diese die Stadttore passieren mussten, um in der Stadt ihre Waren zu verkaufen.

Der Begriff „Quiddje“ ist wertend, wenn auch nicht beleidigend. Selbst den Hamburger Bürgermeister Herbert Weichmann, der in Oberschlesien geboren wurde, haben die alteingessenen Hamburger hinter vorgehaltener Hand als „der Quiddje aus Schlesien bezeichnet.

Den Gegensatz zum „Quiddje“ bilden die echten Hamburger,[1] bei denen in der Hansestadt wiederum zwischen „gebürtigen“ und „waschechten Hamburgern“ bzw. „geborenen Hamburgern“ differenziert wird. Gebürtiger Hamburger ist, wer in Hamburg geboren ist; bei einem waschechten oder geborenen Hamburger müssen schon die Großeltern zumindest gebürtige Hamburger gewesen sein.“

[wikipedia.de]


3 Kommentare bis jetzt
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Hi,
tut mir leid, aber ich kann das alles nicht mehr hören: was haben die Leute nur an HH ?? absurde Mieten für durchschnittliche Hütten, ellenlange Staus auf schlechten Strassen, eine überwiegende Mehrheit von HHern, die gerade so über die Monatsrunden kommt und einige Touareg-Blödis, die sich eh alles leisten können (z.B in Eppendorf)

Sicher , Hafen, „Kiez“ und einige Stadtteile sind ganz nett, aber ich kann davon halt nicht meine Miete zahlen..

Insofern bin ich ganz froh, ein „Q“ zu sein; und wen interessiert der ganze Quatsch von „gebürtigen“ oder-sonst-was-für-HHern; solche Unterscheidungen findet ihr auch in Kaiserslautern oder Chemnitz oder sonstwo

Irgendwann später gehts für mich wieder Richtung Heimat , nun ratet mal, wo das ist ?

Norddeutsche Grüsse Brigo

Kommentar von Brigo

Hallo Brigo,

das muss Dir doch nicht leid tun. Ich kann im Gegenzug die Negativ-Klischees über HH ja auch nicht mehr hören. Mieten sind hoch – wie in allen anderen deutschen Großstädten auch. Für Staus gilt dasselbe. Dafür sind die öffentlichen Verkehrsmittel super. Und was das Verhältnis von arm und reich anbelangt, denke ich ebenfalls, dass das kein typisches Hamburg-Problem ist.

Ich sehe das anders. Diese Stadt gibt mir viel an Lebensqualität.

Wo ist Deine Heimat?

Kommentar von Qu

Hallo Qu,

naja das mit der Lebensqualität ist ja auch wieder so ein Positiv-Klischee (um Deine Worte zu wählen); jeder definiert das eben anders, da gibt es dann kaum etwas sachlich zu argumentieren. Man müsste mal untersuchen, was Du darunter verstehst.

Allerdings Dein „Verkehrsmittel“-Argument kann ich nur bedingt nachvollziehen; München (der ewige Rivale, herrlich) scheint mit da mindestens ebenbürtig, wenn nicht besser zu sein (was ich so über 20 Jahre bei gelegentlichen Besuchen mit genommen habe); ausserdem fühle mich mich dort um einiges sicherer (sicherlich nicht nur Klischee); nochwas: wenn ich z.B. mit Öffis von „L“ (Wohnung) nach „F“ (Arbeit) will: Jesus !! 40 min einfache Fahrt gegen 12 min (im Schnitt im KfZ)—> nur Einzelfall ? , da hab ich meine Zweifel

Gruss B

Kommentar von Brigo




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