Quiddje


Öjendorfer See

Baden Öjendorfer See

Ein Ausflug zu einem der Hamburger Badeseen ist wirklich eine der besten Ideen für heiße Sonntagnachmittage. Man nehme ein paar gute Freunde, Fahrräder, einen Klappgrill, Fleisch, Radler, Sonnencreme und die ZEIT und keine Stunde entfernt kann man sich schon ins Wasser stürzen, im Gras wälzen und angraben lassen.

Der Öjendorfer See eignet sich hierfür her-vor-ragend!

Wie man hinkommt:

Mit dem Auto sind es ca. 11 km (vom Hauptbahnhof aus). Eine Adresse für’s Navi wäre Driftredder Hamburg‎.


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Öffentlich: Mit der U-Bahnlinie U2 Richtung Haltestelle „Mümmelmannsberg“, aussteigen zur Haltestelle „Merkenstraße“. Dann geht’s weiter zu Fuß, oder wenn man dabei hat – mit dem Rad. Die Merkenstraße Richtung Norden, bis es rechts in den Reinskamp geht, den immer gerade aus bis zum See. Von der Haltestelle bis zum See sind es etwa 1,5km.

Wie schaut’s aus:

Der See ist super! Der Öjendorfer See liegt mitten im Öjendorfer Park, einer riiiesigen Grünfläche (allein der See ist zweimal so groß, wie die Binnenalster), die ganz klischeehafte zu ausgedehnten Spaziergängen oder Kupp-Spielen einlädt. Es wirkt fast ein wenig heidig dort und schön grasig.

Der See selbst sieht sauber aus, liegt idyllisch von Wald umrandet mitten im Park, nicht zu verfehlen. Man kann mit dem Fahrrad gut bis zum Wasser fahren, da das Gras schön kurz gemäht ist. Wege erleichtern das zusätzlich. Rundrum gibt’s garantiert einen Rundweg.

Der nördliche Teil des Sees ist Naturschutzgebiet und zum Baden gesperrt. Es gibt zwei Badestellen, die missverständlich in Süd und Nord benannt sind, dabei ist die die Nördliche eigentlich die Östliche – wenn ich es richtig verstanden hab.

Wie ist das Wasser:

Der See ist am Ufer und westlich der südlichen Badestelle etwas algig. Wer an der Strandstelle einsteigt muss erst durch etwas ekliges Matsch-Schlick waten. Nachdem man durch den Nichtschwimmerbereich durch ist, wird es dann aber schnell klar, manchmal verheddert man sich aber auch innerseeisch in Seegras.

Aktuelle Wasserwerte Öjendorfer See

Die Wassertemperatur ist perfekt: Tut nicht weh, erfrischt trotzdem. So, wie’s sein soll.

Hinweis für SeewasserallergikerInnen: Ganz ohne geht es leider auch hier nicht. Die sensiblen Stellen sind jetzt – 24 Stunden später – hübbelig, Juckreiz hält sich in Grenzen, meine Augen waren heute morgen (und jetzt immernoch) aber trotz doppelter Dosis Antihistaminikum arg in Mitleidenschaft gezogen. Aber, wer’s nicht lassen kann (wie ich), der sei versichert: es gibt schlimmere Gewässer.

Besonderheiten:

Es gibt einen befestigten Kiosk, an dem man Eis, Pommes (1,60 + Ketchup/Mayo – kleine Portion aber lecker), Currywurst, Getränke und Süßkram kaufen kann. Ein befestigtes Klohäuschen gibt es auch. Uuuuund einen Minigolfplatz, den ich aber nicht getestet habe. Direkt am See befindet sich außerdem ein fest-installierter Grill – auch nicht schlecht.

Gäste:

Der See wird von gaaaanz vielen türkischen Familien als Ausflugsziel genutzt und das ist ziemlich witzig. Also es wirkt eher wie kleine Hofstaaten, die durch die Lande ziehen – so gut wäre ich auch gerne mal organisiert. Ich bin an vielen Pavillons vorbeigelaufen mit einem neidischen Blick auf Schatten, Liegestühle und leckere 3-Gänge-Menüs, wo es bei mir nur ein karges Stück gegrillten Schafskäse mit trockenem Baguette gab. Eine Familie hatte die 110-jährige Oma im Rollstuhl dabei, das fand ich nicht nur rührend, sondern richtig cool.

Das restliche Klientel war im Schnitt wohl U30, kaum Familien, hauptsächlich junge Erwachsene und Jugendliche, allesamt sehr relaxt, attraktiv und gut gelaunt.

Fazit:

Ich für meinen Teil habe an einem Nachmittag Öjendorfer See mehr ZEIT geschafft, als sonst in einer ganzen Woche! Bin in keine Biene getreten, hab ein Rad geschlagen, war zweimal schwimmen, hab ein Eis gegessen, Musik gehört, vor mich hingedöst und war…

so happy.

:-)

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P.S. Die Schleichwerbung war nur Fotografie-Test.



Boberger See

Baden Boberger See

Ins Boot geholt

Ins Boot geholt

Wie man hinkommt:

Mit dem Auto sind es knapp 15 km. Eine Adresse für’s Navi wäre Billwerder Billdeich 138, 21033 Hamburg‎. Man fährt in Richtung Autobahn A1, süd-östlich von Hamburg. Billwerder ist ein kleines, schnuckeliges Dorf. Man erkennt den Eingang zum See-Weg an den vielen Autos am Straßenrand. Es gibt aber auch einen Parkplatz.


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Öffentlich: Mit der U-Bahnlinie U3 bis Haltestelle Mümmelmannsberg, anschließend mit der Buslinie 12 bis Haltestelle „Am Langberg“.

Der Weg zum See führt dann vorbei an der idyllischen Kuhweide, nach ca. 1000 Metern ist man am Wasser – allzu viel Gepäck sollte es also nicht sein.

Wie schaut’s aus:

So ländlich, wie man es nicht meinen sollte, nur 13 km von der City entfernt. Sehr, sehr toll! Abwechslungsreich zwischen Wiese und Wald, kleine Trampelpfade (Achtung Scherben!), angelegte Wege, wirklich süß.
Der See ist 71ha groß, an der tiefsten Stelle 11m tief und ein Baggersee.
Aktuelle Wasserwerte Boberger See

Wie ist das Wasser:

Der See selbst ist etwas bewachsen, aber nicht algig. Vom Ufer aus nach innen schon nach kurzer Strecke sehr klar. Die Wassertemperatur ist perfekt: Tut nicht weh, erfrischt trotzdem. So, wie’s sein soll.

Besonderheiten:

Es gibt zwei Strände. Auf der einen, sandigen Seite baden Familien mit Kindern. Auf der anderen, waldenen Seite ist es FKK Bereich und soweit ich weiß Hamburgs einziger.

Es kommt ein Eismann vorbei, der auch türkische Zigaretten zu gesalzenen Preisen verkauft.

Mein Mittag am Boberger See

...auf der Straße nach Süden...

...auf der Straße nach Süden...

„One morning in June, 20 years ago, I was born a rich man’s girl. I had everythin, that money could buy…. but FREEDOM – I had none!“*

Alles begann mit einer netten, kurzweiligen Capriofahrt raus aus der Stadt. Das Auto, der Fahrer, die Musik und meine Schuhe – alles 80er. Oder wer weiß schon noch, wie es sich anfühlt, das Tapedeck zu bedienen?? Jedenfalls waren wir unterwegs, trying to find some peace of mind und was eignet sich dafür denn besser, als ein abgeschiedener Badesee am Rande der Stadt?

Naturschutzgebiet Boberger Niederung

Seekarte

Seekarte

In Hamburg hat man die Wahl zwischen einigen Naturbädern und Badeseen, was schon mal echt cool ist. Die Gewässer werden ständig kontrolliert und die Wasserinformationen, kann man sich hier besorgen. Warum ausgerechnet der Boberger See? Die Aussicht auf einen Strand an dem nicht so viele Familien rumhängen, fand ich doch echt attraktiv.

Dem Hasen auf der Spur

Folge dem Hasen

still the search goes on

Der Weg zum See ist nicht so kurz, wie man ihn vielleicht gerne hätte. Aber er macht Spaß. Schließlich ist schon die Karte sehr liebevoll gezeichnet und man muss nur dem blauen Wald- und Wiesenhasen folgen, um schnellstmöglich ans Ziel zu kommen.
An der Gabelung, wo man auf’s Wasser trifft angekommen, muss man sich entscheiden: links rum geht’s zum Familybeach, entgegen des Uhrzeigersinns führt der Weg zur FKK Wiese.

Ein Haufen nackter Männer

Nackte Männer

got some muscles in my arm

Der See ist für sein schwules Publikum bekannt. Hamburg-Gay-Web schreibt:

Bei Billstedt gelegener Badesee mit schwuler Ecke. In den zwischen Straße und See gelegenen Regionen lohnt es sich bisweilen, sich umzuschauen. Überwiegend schwules Publikum. Im sommer herrscht in den Dünen reges Treiben.

Schwules Publikum ist immer gut. Auch am Badesse mal wieder gute Stimmung. Leben und leben lassen, Badegäste, mit denen man leicht ins Gespräch kommen kann und die sich sonst weder aufdrängen, noch rummotzen, noch sonstwie nerven. Angezogene Frauen, nackte Frauen, nackte Männer. Weniger angezogene Männer :-)

Perfekter Halbschatten

Plätzchen im Halbschatten

Plätzchen im Halbschatten

Zwischen Liegewiese und See befindet sich ein ca. 5 m breiter Waldstreifen, der genug Sonne durchs Blätterdach lässt, um von Halbschatten sprechen zu können. Dort ein Plätzchen suchen und nieder lassen! Die perfekte Mischung aus warmer Sonne, lauem Windchen und kühlem Schatten. Ideal, wären da nicht…

Moskitos!

Blutsauger

Blutsauger

Aber sie waren nicht in der Überzahl. Ich hab gewonnen.

Must-have

corporate design

corporate design

Zum See ohne Paddelboot, das ist wie eine Brezel ohne Butter. Paddel braucht das Boot nicht. Herta schwimmt auch so brav herum. Sie ist neben dem himmelblauen Blasebalg und dem sonnengelben Sommerhit die wichtigste Protagonistin beim Ausflug auf’s Wasser. Ein Paddelboot kann ich jedem nur ans Herz legen – soviel Spaß hatt man nie und nimmer mit einer Luftmatratze oder nur so schwimmen. Echt top!

Wasserfarben

Ich hab ein knall. Gelbes Gummiboot.

Ich hab ein knall. Gelbes Gummiboot.

Eine kleine blaue Libelle war beim Trip auf dem Wasser unsere Begleitung. Ansonsten war’s recht ruhig. Die ein oder andere Oma, die auf der Stelle schwamm, das ein oder andere Päärchen, das vorbei zog. Keine Hektik, kein Geschrei, keine vorbeischwimmende Parfümwolke, kein Sonnencremefilm auf dem Wasser.

…1, 2, 3…

Quiddje unter Wasser.

Quiddje unter Wasser.

:-)

Keine Fische, keine Monster.

abtauchenlooking for freedom

Und auch sonst nichts, was einen von unten annagt. Keine Sorge, habe alles abgetaucht, da ist echt nix! Im Hintergrund sieht man hier den leicht überfüllten Sandstrand, der sicher auch großartig ist. Aber bestimmt kein Vergleich zum Abtauchen.

Fazit:

Sommer.

and it can be found: Sommer

Neben dem Bodensee, ist der Boberger See der schönste, deutsche See, in dem ich je schwimmen war. Leider ist er trotzdem nur bedingt für Seewasserallergiker tauglich. Aber ich hatte schon wesentlich heftigere Reaktionen.

Den Boberger See kann ich wirklich empfehlen: Es war ein wunderschöner Tag, ein toller Ausflug und überhaupt… :-)

Für den nächsten Seetest dann vielleicht einen anderen See aus diesem Flyer: Badegewässer Hamburg

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